Lupus erythematodes, Sjögren-Syndrom, Antiphospholipid-Syndrom, Kollagenosen
Patientenratgeber von Dorothea Maxin im Verlag für Neue Medizin

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Mein Leben, mein Weg ...


Geb. Mitte August 1960 in Darmstadt
Mutter aus Schlesien
Vater aus Ostpreußen

         "Meine Herkunft aus dem historischen deutschen Osten ist mir bewusst. Meine Heimat liegt irgendwo zwischen
         Breslau und Königsberg ... Ich bin ein typisches Kind der 'zweiten Generation' von Vertriebenen. Wie preußisch
         ich geprägt bin, wird mir immer deutlicher, je älter ich werde."


Evangelisch


12/1966 bis 12/1978 Schuldorf Bergstrasse, Seeheim-Jugenheim
Kooperative Gesamtschule mit Förderstufe und Kurssystem
Deutsch- und Musikunterricht bei Arnold Werner-Jensen
Abitur 1,2. Prüfungsfächer: Biologie, Englisch, Philosophie (Prüfungsthema: Geschichtsphilosophie/Wilhelm Diltheys verstehende Methode, Lehrer: Dr. Rudolf Löbl), Mathematik

         "Statt Auswendiglernen von Prüfungsstoff haben wir Diskussion, Argumentation und Interpretation gelernt.
         Diese Schule hat mich für mein Leben vorbereitet."


1978 und 1979 Ferienjobs: Löten von Platinen für Spielzeuglokomotiven


1/1979 Praktikum in der Uni-Bibliothek


1/79 - 6/79 Au-pair in Paris. Wohnen bei einer Gastfamilie in St.-Germain-des-Prés.


10/79 - 10/87 Psychologiestudium an der TH Darmstadt (Technische Universität Darmstadt)

         "Die Psychologie faszinierte mich. Den Gedanken an ein Medizinstudium verschob ich auf später."

Besuch von Vorlesungen und Seminaren in Geschichte und Philosophie (Prof. Gernot Böhme)
Nebenfach Soziologie (Prüfungsthema: Max Webers 'Protestantische Ethik', Prof. Helmut Dahmer)
Vielfältige Tätigkeit als wissenschaftliche Hilfskraft in verschiedenen Projekten und in der Bibliothek
Erlernen von Programmiersprachen wie z. B. FORTRAN
Studentenvertreterin am Institut für Psychologie
Diplomarbeit: "Der Schmerzen im Denken und Erleben des Kindes" (Prof. Thomas Bernhard Seiler)
10/1987 Diplom Psychologie mit Auszeichnung


Während des Psychologiestudiums langjährige Mitarbeit in der Katholischen Hochschulgemeinde Darmstadt bei Dr. h. c. Erhard Weiher, u. a. beim Studentenaustausch mit Israel, in einer Theatergruppe und im Gemeinderat. Teilnahme an Selbsterfahrungsseminaren (TZI) und an zahlreichen Veranstaltungen zu gesellschaftspolitischen Themen, u. a. mit Kardinal Karl Lehmann, Horst-Eberhard Richter u. v. a. m.

         "Wir '1978er' waren alle 'grün'. Ich war 1979 bei Herbert Gruhl und 1982 bei der NATO-Nachrüstungs-
         Demonstration in Bonn. An der Startbahn und in Gorleben war ich nicht, denn ich halte es für falsch,
         den technischen Fortschritt zu blockieren. Stattdessen gilt es, einen gangbaren Weg aufzuzeigen und machbare
         Alternativen zu entwickeln. Drei Tage nachdem Bill Clinton in den USA die Wahl gewonnen hatte, stellte ich einen
         Aufnahmeantrag für die SPD. Ich klammerte mich an die Hoffnung, dass es auch in Deutschland gelingen könne,
         sich aus der geistigen Erstarrung zu befreien, in die die "geistig-moralische Wende" von Helmut Kohl das Land
         gestürzt hatte. Die "16 Jahre Kohl" halte ich innenpolitisch, bildungspolitisch und wirtschaftspolitisch für die
         schlimmste Nachkriegsphase in Deutschland - mit der einzigen Ausnahme der deutschen Vereinigung.
         Dank der Agenda 2010 steht Deutschland heute so gut da. Bei den Grünen fehlt mir der soziale Aspekt."


Ebenfalls während des Psychologiestudiums Mitarbeit im Darmstädter Frauenzentrum. Teilnahme an einer Gruppe schreibender Frauen.

         "Ich habe nie etwas von mir vorgelesen, weil ich es nicht so wichtig und auch nicht so gut fand."


Im Alter von 21 bis 23 eigene Psychotherapie bei einer Therapeutin.

         "Diese Erfahrung hat mein Leben verändert."


Ferienjobs bei der Firma Merck


1980 - 1996 Arbeit als Stationshilfe und im Pflegedienst in verschiedenen Krankenhäusern, unter anderem sechs Jahre als Nachtwache.

         "Ich habe Menschen in allen Zuständen und Verfassungen gesehen. Die Arbeit im Nachtdienst war mein liebster
         Job. Mein Herz schlägt im Krankenhaus. Mit großem Bedauern musste ich die Arbeit im Pflegedienst aufgeben,
         als ich die viele Lauferei wegen der Gelenkbeschwerden nicht mehr schaffte."


1985 während der Diplomprüfungszeit Ausbruch der Erkrankung mit den Beschwerden Durchfall, Nahrungsunverträg-
lichkeiten, Bindehautentzündungen und allgemeinem Krankheitsgefühl. Diagnose: Reizdarm mit Laktoseintoleranz.

         "Bis zu diesem Zeitpunkt hatte ich einen unerschütterten positiven Glauben an die Medizin. Nach etwa einem Jahr
         erfolgloser Versuche, die Beschwerden bei Ärzten systematisch abklären zu lassen und eine plausible Diagnose
         zu bekommen, war mir klar: Die Kombination von "junge Frau, unklare Beschwerden und Psychologiestudentin"
         reicht völlig aus, um die Diagnose "psychosomatisch" zu stellen. Nach drei Jahren Erkrankung gab ich den Versuch,
         eine einleuchtende medizinische Erklärung für meine Beschwerden zu bekommen, auf, weil ich mich nicht weiteren
         Misserfolgserlebnissen bei Ärzten aussetzen wollte.


Im Alter von 26 bis 28 psychotherapeutische Begleitung wegen der unklaren Erkrankung.

         "Der Psychotherapeut war Arzt und Diplom-Psychologe und verließ sich auf meine hilflose Aussage, dass
         'medizinisch alles abgeklärt' sei."


Im Alter von Ende 20 bis Mitte 30 mehrfach über Jahre hinweg Betreuung von Kindern im Bekanntenkreis.


Ab 4/1988 Medizinstudium

         "...weil ich das Gefühl hatte, noch nicht genug über den Menschen gelernt zu haben."


1988/89 schwere Infektion, deren Diagnose und Behandlung etwa ein Jahr Zeit umfasste. Eine IgM-Defektproteinämie wurde bekannt.

         "... das war ein Schuss vor den Bug, der mir klar machte, dass die Krankheit es ernst meinte."


1990 Vorstellung in einer immunologischen Uni-Klinik-Ambulanz, um die Beschwerden systematisch abklären zu lassen. ANA waren schwach positiv, eine weitere Untersuchung wurde nicht veranlasst.

         "Ich schaute in Medizinbüchern nach, was ANA bedeuteten. Dort wurde auf eine seltsame und schwere
         Erkrankung 'systemischer Lupus erythematodes' hingewiesen. Das konnte es nicht sein, denn nach Aussagen
         der Ärzte hatte ich ja nur eine ganz, ganz leichte Krankheit, die nicht behandlungsbedürftig war."


1990 auf eigenen Wunsch vierwöchiger Aufenthalt in der psychosomatischen Klinik Bad Herrenalb. Begegnung mit Walther H. Lechler.

         "Ich wollte alles tun, um den Beschwerden auf den Grund zu gehen und sie loszuwerden. Nach vier Wochen
         war mir klar, dass ich in der psychosomatischen Klinik nichts mehr für mein Problem lernen konnte. Später
         stellte sich heraus, dass meine Leukopenie während des Klinikaufenthalts mit 2.800/µl ihren Tiefpunkt erreicht
         hatte. Eine Erklärung wurde nicht gesucht, Diagnose: Reizdarm. Aufgrund der Kenntnis von Berichten vieler
         anderer Betroffener über Aufenthalte in psychosomatische Behandlungseinrichtungen habe ich später große
         Zweifel am medizinisch-wissenschaftlichen Vorgehen in psychosomatischen Kliniken bekommen. Nach diesem
         Klinikaufenthalt akzeptierte ich mein Schicksal, mit einem unerklärlichen "Etwas" leben zu müssen."


1990 einjährige Zusatzausbildung in "Jeux dramatiques"


1990/91 drei freiwillige Famulaturen an der Uni-Klinik Jena


Seit 1992 Arbeit in einem Behindertenheim, seit 1996 ausschließlich in Teilzeit

         "Die Begegnung mit geistig behinderten Menschen ist von einer direkten Emotionalität und Spontaneität
         gekennzeichnet, die uns nichtbehinderten Erwachsenen fehlt. Die Teilzeittätigkeit ermöglicht es mir,
         einen eigenen Rentenanspruch zu erwerben, worüber ich sehr dankbar bin."


1990 bis 1995 Mitwirkung im Chor des Musikvereins Darmstadt unter Hans Drewanz.


Anfang der 1990er Jahre Unterbrechung des Medizinstudiums wegen der undiagnostizierter Beschwerden

         "Ich konnte mich nicht mehr richtig konzentrieren, spürte meinen schwankenden Gesamtzustand und die langsam
         abnehmende körperliche Leistungsfähigkeit und wartete ab."


Seit 1994: Elektrofahrräder

         "Morgens um halb sechs Uhr mit dem Rennrad 6 1/2 km bergauf zur Arbeit zu fahren, wurde mir zu anstrengend.
         Als Alternative kam für mich kein Benziner, sondern nur ein elektrisch betriebenes Fahrzeug in Frage. Ich wollte
         nicht mein Geld an irgendwelche Ölscheichs verteilen, die damit ihre Wasserhähne vergolden und ihre Frauen
         unterdrücken. Ich probierte das City-El, einen elektrischen Motorroller und Elektrofahrräder aus. Schon damals
         waren Elektroräder für den Stadtverkehr und nahen Umlandbereich eine echte Alternative. Es fehlt noch eine
         eigene Photovoltaikanlage."


Ab 14.6.1994 Patientin bei Prof. Peter Pfannenstiel wegen latenter Hyperthyreose bei multifokaler Autonomie. Radiojodbehandlung in Belgien.

         "Die Begegnung mit diesem Arzt hat mir den Glauben an die Medizin wiedergegeben und mein Leben verändert."


1995 Klinische Psychologin BDP


4/1995 auf Empfehlung von Prof. Pfannenstiel Vorstellung beim internistischen Rheumatologen. Eine einzige klinische Untersuchung und einmal Blutabnehmen beim richtigen Facharzt reichten aus, um die Diagnose "Kollagenose" zu stellen, die wenig später als "systemischer Lupus erythematodes mit Sjögren-Syndrom" genauer spezifiziert wird.

         "Die Diagnose war gleichzeitig ein Schock und eine Riesenerleichterung. Ich brauchte ungefähr ein Jahr, um die
         vergangenen zehn Jahre seelisch durchzugehen und zu verarbeiten. Die Psychologie nennt das "kognitive
         Umstrukturierung". Das Schlimmste während der zehn undiagnostizierten Krankheitsjahre war die Erfahrung,
         ganz auf sich alleine gestellt zu sein und niemanden zu haben, der einem hilft."


Diagnose stellender Arzt: Dr. Jozo Majdandzic

         "An diesem Arzt bewundere ich die sorgfältige klinische Untersuchung und scharfe Beobachtungsgabe, verbunden
         mit einem profunden Wissen und jahrzehntelanger Erfahrung. Die 'Kliniker" unter den Ärzten sterben aus, weil die
         klinische Untersuchung im Praxisalltag zu lange dauert und sich damit der Citation Index nicht erhöhen lässt.
         Übrig bleiben die 'Laborrheumatologen', die sich vorwiegend an auswendiggelerntem falschen Lehrbuchwissen
         orientieren und die Krankheit des Patienten, der vor ihnen steht, nicht erkennen."


Herbst 1995 Vorüberlegungen, ein Buch über die eigene Lebensgeschichte zu schreiben.

         "Schon als Jugendliche wollte ich ein Buch über meine wundersame Familie schreiben."


1996 Gründung der Darmstädter Lupus-Selbsthilfegruppe.

         "Ziemlich bald nach der Diagnose wurde mir klar, dass ich zwar jetzt den Namen meiner Krankheit kannte, die
         medizinische Versorgung aber weiterhin sehr problematisch war. In den Lehrbüchern und bei Ärzten war nicht
         von meinem Krankheitsbild die Rede. Ich hatte nie Fieber, nie Schübe und nie eine erhöhte Blutsenkung. Dennoch
         hatte ich offensichtlich einen systemischen Lupus erythematodes. Ich erfüllte bald sieben von elf ACR-Kriterien:
         ANA, ds-DNS-AK/Sm-AK, Leukopenie, Proteinurie > 500 mg/Tag, Schmetterlingserythem, Arthralgien und
         Sonnenlichtempfindlichkeit. Mein Krankheitsverlauf war langsam-schleichend und kam in den Lehrbüchern und
         bei Ärzten offenbar nicht vor. Wenn man sich eine seltene und exotische Krankheit aussucht und auch noch eine
         wenig erforschte Verlaufsform, dann ist das schon blöd. Außerdem waren die Versorgungsprobleme bei
         Autoimmunkrankheiten anscheinend in der Gender Medizin unbekannt: Autoimmunpatienten sind überwiegend
         Frauen und ihre Beschwerden werden auch heute noch ohne systematische Abklärung schnell in die
         'psychosomatische Schublade' geschoben. Ich lernte bald, dass es vielen anderen Frauen in Deutschland und auf
         der ganzen Welt ähnlich geht wie mir. Inzwischen habe ich bei vorsichtiger Schätzung etwa 500 bis 1000
         Krankengeschichten von Lupus-erythematodes-Betroffenen und anderen Kollagenosepatienten kennengelernt."


Ein Problem war die Versorgungswüste im Rheumabereich im Darmstädter Raum. Es gab keinen internistisch-rheumatologischen Facharzt und an keinem Krankenhaus eine Rheumaambulanz oder Rheumaabteilung. Zusammen mit der Rheuma-Liga, die das Problem seit Jahren anprangerte, und den beiden Morbus-Bechterew-Selbsthilfegruppen begann 1996 eine Unterschriftensammlung für die Niederlassung eines internistischen Rheumatologen. 1999 Sonderzulassung eines internistischen-rheumatologischen Facharztes in Darmstadt.


Sommer 1997 bis Herbst 1998 intensive Arbeit an einem Manuskript. Von Herbst 1998 bis Frühjahr 2000 Arbeit an einem Patientenratgeber über Lupus erythematodes.

         "Meine eigene Geschichte erschien mir nicht so wichtig. Vielmehr wurden in der Selbsthilfegruppe immer wieder
         die gleichen Fragen gestellt: "Was sind Leukozyten?", "Was sind ANA"... Ich hatte keine Lust mehr, immer wieder
         die gleichen Fragen zu beantworten. Zudem besteht bei Lupus das Problem der Unübersichtlichkeit und
         Komplexität des Krankheitsverlaufs. Viele Betroffene wissen nicht über ihre eigenen Befunde Bescheid oder wann
         sie bei welchem Arzt gewesen sind. Außerdem gab es im deutschen Buchhandel zu diesem Zeitpunkt nur eine
         einzige etwa 70 Seiten umfassende, sieben Jahre alte Broschüre über Lupus erythematodes. Deswegen war mir
         zunächst die Veröffentlichung eines Lexikons und eines Patientenratgebers vorrangig. Seither schreibe ich Bücher
         UND beantworte Fragen von Betroffenen.
"


2000 Veröffentlichung der Patientenratgeber "Mein Lupus erythematodes Tagebuch", "Lupus erythematodes Lexikon" und "Heft zum Eintragen eigener Befunde" im eigenen "Verlag für Neue Medizin".

         "Meine Begabung, komplizierte Sachverhalte in einfachen Worten zu erklären, sodass sie jeder versteht, kenne ich
         seit der Studienzeit. Es darf ruhig ein bisschen schwierig sein, damit es für mich interessant wird. Schon als
         Neunjährige habe ich mit meinem älteren Bruder 'Verlag' gespielt. Da es für den umgangssprachlichen Begriff
         'Odyssee von Arzt zu Arzt' in der Medizinischen Psychologie noch keinen Fachbegriff gab, entwickelte ich das
         Konzept der 'Krankheitsodyssee". Es gibt Diagnose- und Behandlungsodysseen. Die Fixierung der Rheumatologie
         auf die besonders dramatischen akut-schubweisen Lupus-Verlaufsformen und die Vernachlässigung der
         übrigen Lupus-Varianten lässt sich mit dem Vorherrschen des nomothetischen im Vergleich zum idiographischen
         Ansatz in der heutigen wissenschaftlichen Medizin erklären."


2002 Veröffentlichung von fünf weiteren "Heften zum Eintragen eigener Befunde" für verschiedene andere rheumatische Krankheitsbilder


2003 zweite, überarbeitete und erweiterte Auflage von "Mein Lupus erythematodes Tagebuch"


Nach der Lupus-Diagnose, Diagnose zahlreicher weiterer Begleiterkrankungen, Organprobleme und Nebenwirkungen, u. a. Bardykardie, Raynaud-Syndrom, Refluxösophagitis, Tachykardie, intermittierendes Vorhofflimmern, chronisch-rezidivierende Appendizitis mit Appendektomie, Hüftdysplasie, Endometriose, latenter Morbus Basedow mit endokriner Orbitopathie, V. a. Sprue/Zöliakie, Nebennierenrindeninsuffizienz, hyperreagibles Bronchialsystem mit Peak-flow von 50%, Eiweißausscheidung bis 845 mg/Tag und Reduktion der glomerulären Filtrationsrate auf bis zu 64,5 ml/min/1,73, Trigeminusneuropathie.

         "Meine Erwartung, dass nach der LE-Diagnose nunmehr alle neuen Beschwerden zeitnah und systematisch
         von Ärzten abgeklärt würden, erwies sich als völliger Irrtum. Vielmehr blieb das Verhalten der Ärzte so wie vor
         der LE-Diagnose: Neu auftretende Beschwerden wurden bagatellisiert und auf die lange Bank geschoben.
         Ich musste erst noch einmal mit 43 Jahren so richtig krank werden, um zu erkennen, dass ich stärker als bisher
         selber die Initiative zum Management meiner Erkrankung(en) ergreifen musste. Seither werden neue
         Beschwerden zügig und effektiv durch direkte Konsultation spezialisierter Fachärzte, die ich nach sorgfältiger
         vorheriger Recherche auswähle, abgeklärt. Den 'Flaschenhals' der Diagnoseverschleppung durch Hausärzte und
         internistische Rheumatologen umgehe ich sehr erfolgreich und kostensparend."


April 2012 Veröffentlichung der "Liste schubauslösender Medikamente bei Lupus erythematodes und photosensibilisierender Stoffe"

         "In der medizinischen Fachliteratur war von 'inzwischen über 80' Medikamenten die Rede, die bei Lupus Schübe
         auslösen konnten. In bald jedem Rheumatologiebuch fanden sich andere Listen, die teilweise unterschiedliche
         Arzneimittel aufführten. An den Schreibfehlern ließ sich zurückverfolgen, aus welchen Publikationen die Angaben
         übernommen worden waren. Die dazu gehörenden Literaturhinweise wiesen nicht selten Fehler beim
         Autorennamen, Titel des Artikels und den bibliographischen Angaben wie Jahr, Band, Heftnummer und Seitenzahl
         auf. Außerdem führten sie teilweise ins Leere, d. h. unter den angegebenen Literaturstellen fand sich manchmal
         gar kein Hinweis auf eine Lupus-Assoziation der untersuchten Substanz. Das (falsche) Abschreiben aus vorherigen
         Veröffentlichungen lässt sich bis in die 1950er Jahre zurückverfolgen, als der 'Publikationsdruck' aufkam.
         Die systematische Aufarbeitung der medizinischen Fachliteratur ergab eine Liste von inzwischen 417 lupus-
         assoziierten Medikamenten und 148 weiteren Faktoren, sowie 654 photosensibilisierenden Substanzen, die ständig
         ergänzt wird."


Juni 2012 zweite, überarbeitete und erweiterte Auflage von "Mein Lupus erythematodes Tagebuch, Heft zum Eintragen eigener Befunde"


Dezember 2012 dritte, völlig überarbeitete und erweiterte Auflage von Teilen aus "Mein Lupus erythematodes Tagebuch" unter dem Titel "Lupus - Die Krankheit als Herausforderung und Chance, ein Beitrag zur Gender Medizin". Besonders wichtig waren mir die Ausarbeitung von Phasen von Krankheitsodysseen, die Ergänzung des Kapitels "Theoretische Medizin" um den Aspekt des "deathmaking" nach Wolf Wolfensberger, die Gliederung der Kapitel über den Umgang mit der medizinischen Diagnostik und Therapie und dem Verhältnis zum Arzt in Abschnitte, die für möglichst viele Behandlungssituationen bei Lupus praktische Handlungsanweisungen geben, die Übersetzung der neuen amerikanischen Klassifikationskriterien "SLICC", der neuen amerikanischen Leitlinien für die Nierenbeteiligung sowie die Diskussion von Impfungen bei Lupus erythematodes.


Reisen: Tschechoslowakei (1973); in den 1970er und 1980er Jahren mehrere Fahrten in die DDR, u. a. 1984 Mitorganisation einer studentischen Studienfahrt nach Leipzig und Berlin; zwei Donau-Radtouren Passau/Wien/Budapest (1982/84); UdSSR (Moskau und Leningrad, 1988); Polen/Ostpreußen (1992); Polen/Schlesien (1993); Litauen (1993); das gesamte westliche Europa, darunter Inter-Rail (1980); Israel (1983).

         "Durch die Krankheit bin ich leider seit vielen Jahren beim Reisen sehr eingeschränkt. Nachdem ich einmal im
         Urlaub wegen der allgemeinen Anstrengung und Veränderung die Kortisondosis erhöhen musste, bin ich vorsichtig
         geworden."


Vorlieben ...
Musik: Bach. Beethoven. Chopin. Mussorgski. Tschaikowski. Rimski-Korsakow. Béla Bartók. Oskar Sala. Astor Piazzolla. Hans Werner Henze. Karl-Heinz Stockhausen. Sofia Asgatowna Gubaidulina. Philippe Herreweghe. Bob Dylan. Pink Floyd. Doors. Eric Clapton. Freddie Mercury. Helge Schneider. Falco. Yann Tiersen. U. v. a. m.
Kunst: Picasso. Max Beckmann. Otto Dix. Gerhard Richter. Neo Rauch. U. v. a. m.
Film: Da gibt es viel!
Literatur: Ebenso!


Ich bewundere... Angela Merkel wegen ihrer Intelligenz, dem feinen zwischenmenschlichen Gespür, ihrem Machtinstinkt und Fleiß. Ranga Yogeshwar - ein toller Typ, ohne Worte, würde ich gerne mal kennenlernen. Prof. Reinhard Kurth, der sein Handy abstellte, wenn er am Steuer eines Flugzeugs saß und der die langweilige deutsche Talkshowlandschaft mit Sätzen auflockerte wie "Als Mensch kann man dahin reisen, als Vogel würde ich nicht hinfliegen" (befragt wegen Reisen nach Südostasien während der Vogelgrippe 2005). Wolfgang Leonhard, Peter Scholl-Latour, Lea Ackermann, Georg Stefan Troller u. v. a. m. Und dass Joachim Gauck doch noch Bundespräsident geworden ist, finde ich natürlich klasse!


Keine Kinder

         "Ich musste erkennen, dass bei häufigem Vorkommen von Autoimmunkrankheiten in beiden elterlichen
         Herkunftsfamilien bei mir wahrscheinlich ein nicht zu vernachlässigendes Risiko für eine gewisse Disposition
         besteht. Meinem Kind meine Krankheit weiterzugeben hätte mir das Herz gebrochen. Außerdem hätte ich es
         gesundheitlich nicht geschafft, ein Kind großzuziehen."


Alleinstehend

         " '... sprechen müssen sie doch wenigsten können in einfachen Sätzen ...' ;-) Ich lebe alleine, weil es in meinem
         Bekanntenkreis seit vielen Jahren 'extrem viele' interessante männliche Gesprächspartner gibt."


Zukunft

         "Vor der Lupus-Diagnose hatte ich das Gefühl, vielleicht nur 40 Jahre alt zu werden. Später hatte ich die Hoffnung,
         vielleicht die 50 zu erreichen. Heute habe ich nicht mehr das Empfinden einer bestimmten Zeitbegrenzung."



Dorothea Maxin



Verlag für Neue Medizin - Gervinusstr. 47 - D-64287 Darmstadt - E-Mail